Budapest – 2 Gesichter einer Stadt

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Ohne konkrete Vorstellungen, was uns abgesehen von Gulasch, Kaffeehäusern und Thermalbädern in Budapest erwartet, ging es für uns Ende Oktober in die beeindruckende Hauptstadt Ungarns und uns wurde sofort klar, dass Budapest noch einiges mehr zu bieten hat. Wobei die täglich (!) aufwärmende und immer hammermäßige Gulaschsuppe im kalten Herbst eine Menge zum Wohlfühlcharakter der Stadt beigetragen hat. Zusammen mit einem Glas Rotwein – sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen!

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Aber wie gesagt, Budapest hat noch mehr zu bieten. Budapest teilt sich östlich der Donau in Pest und Buda auf der Westseite. Ich weiß nicht wie oft wir die Elisabethbrücke, die auch liebevoll Sissibrücke genannt wird, und die Margaretenbrücke entlang gelaufen sind.

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Unterwegs östlich der Donau

Die Stadteile der Pestseite liegen auf flachem Land, es herrscht Metropolenflair aber eher in der light Version im Vergleich zu London, Paris etc. Wir haben das berühmte Kaffeehaus „New York Café“ aufgesucht, leider hatten viele Touris die gleiche Idee, sodass wir erstmal im Eingangsbereich Schlange stehen mussten. Zwar hatte das Kaffeehaus mit seiner imposanten Innenarchitektur und dem Stimmengewirr der Gäste eine aufregende Atmosphäre, doch hatten wir keine Lust für einen Sitzplatz eine halbe Stunde in der Schlange zu stehen. So sind wir in einem Kaffeehaus über einer Bücherei („Book Café“ auf der Andrassy Ut) gelandet, in dem es so gemütlich, ruhig und vor allem der Kuchen so lecker war, dass es absolut die richtige Entscheidung war. Ich denke die entspannte Kaffeehaus Stimmung konnten wir hier viel besser genießen, anstatt mit Rucksacktouristen im Nacken. Und auch für Nicht- Kaffeetrinker gibt es eine gute Auswahl an Kakao und Tee.

Ausgehend vom Hotel sind wir durch den Citypark zum Heldenplatz gelaufen und anschließend die Andrassy Ut runter geschlendert. Als Fußgänger läuft man streckenweise in der Mitte der Straße auf einer kleinen Allee, entlang der Botschaften und wunderschönen Villen. Auf der Strecke kommt man z.B.auch am Museum „Haus des Terrors“ vorbei, welches wir uns sehr gerne angeschaut hätten, aber leider war es gerade geschlossen. Trotzdem konnten wir uns an den Tafeln vor dem Eingang ein paar interessante Infos über die Geschichte anlesen.

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Gewaltig beeindruckend – das Parlamentsgebäude

Wir haben anfänglich das wohl bekanntestes Wahrzeichens Budapest nur von der Budaseite bestaunt. Wie das Bauwerk in seiner riesigen Größe am Donauufer emporragt, ist wirklich sehr beeindruckend, egal ob bei Tag oder hell angeleuchtet bei Nacht. Aber es lohnt sich auch auf die andere Seite des Parlaments einen Blick zu werfen und die Straßen drumherum zu erkunden. Wir hatten das Glück während der Abenddämmerung dort zu sein, woraufhin wir eine romantische Atmosphäre mit Blick auf die Berge von Buda erhielten.

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Als gewissenhafte Touristen haben wir natürlich auch eine Donaurundfahrt um die Margareteninsel herum gemacht. Diese hätten wir uns aber meiner Meinung nach sparen können. Es war sehr kalt, ein Besuch der Insel hat uns nicht besonders gereizt und die Ufer Ansichten kann man vom Land gegenüber genauso gut betrachten.

Verrückt gemütlich – Ruinenbar

Den Tag haben wir immer im jüdischen Viertel in der Ruinenbar „Szimpla Kert“ (Kazinczy Ut 14) ausklingen lassen. Hier bekommt man zum Abschluss des Tages nochmal das i-tüpfelchen an Reizüberflutung bei einem Gläschen Wein, Partystimmung und erstaunten Touristengesichtern. Am 1. Abend waren wir genauso überwältigt, danach war es interessant das Geschehen dort zu beobachten und die Stimmung zu genießen. Hierzu möchte ich auch nicht viel ins Detail gehen, damit die Überraschung bleibt.

Seitenwechsel – Stimmungswechsel

Kommt man über eine der Brücken auf die Buda Seite hat man das Gefühl ganz woanders zu sein. Hier ist es hügelig und die Atmosphäre ruhiger. Der Anstieg zur Zitadelle mag nach einem bereits aktiven Tag eine kleine Herausforderung darstellen, aber er lohnt sich wirklich. Oben angekommen hat man einen traumhaften Blick über die Donau und Pest. Auch hier oben waren wir zur Abenddämmerung angekommen, wo wir mit einem tollem Bild mit den vielen Lichtern der Stadt belohnt wurden.

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Danach wollten wir noch etwas Entspannung, sodass wir in das nahe gelegene Rudas Thermalbad gegangen sind. Nach einer halben Ewigkeit hatten wir den dann endlich das Drehkreuz passiert und steckten mittendrin im Gruppenbaden. Die heißen Badebecken taten dem strapaziertem Körper richtig gut, aber der Andrang war so groß, dass überhaut keine Ruhe herrschte, wodurch es mit der Entspannung eigentlich dahin war. Trotzdem war es keine Fehlentscheidung, denn wir hatten jede Menge Situationskomik und Po an Po bei Nacht unter freiem Himmel an einer Bergwand im 36 C° warmen Dachaußenpool mit Blick über Budapest ist ein Moment den ich auf keinen Fall missen wollte ;-). Im Ernst, die Atmosphäre war echt klasse und wenn es nicht so voll gewesen wäre, wäre es perfekt gewesen. Ein kleiner Tipp: Am besten Handtücher mitnehmen, ansonsten bekommt man bei großem Andrang ggf. nur noch Bettlaken…

Den Abschluss unserer Budapestreise verbrachten wir bei strahlendem Sonnenschein im Burgviertel. Wir erkundete die Fischereibastei und hatten von hier einen herrlichen Panoramablick. Die bunte Dacheindeckung der Matthiaskirche glitzerte farbenfroh unter der Sonne. Beim Rundgang durch die entspannte Altstadt fiel uns auf, dass wirklich jeder Hauseingang mit Halloweenkürbissen geschmückt war. Gerne wären hier nochmal bei Dunkelheit hingekommen. Ein abschließender Spaziergang über ruhige Straßen mit Vorstadtfeeling und Blick auf die Berge hin zum Königspalast und der Nationalgalerie hat uns Momente zum verweilen und genießen ermöglicht.

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Bei Weitem ist das längst nicht alles was es in Budapest zu entdecken gibt.

Fazit

Budapest: Eine charmante Metropole mit 2 Gesichtern.

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