Malawi: Strand, Hiking und viele kleine Freunde

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Nord-Malawi: Chitimba, Mzuzu, Nkhata Bay

Unser erster Grenzübergang verlief ohne Probleme. In Tansania bis kurz vor die Grenze mit dem Bus gefahren, mussten wir über die Songwe River Bridge nach Malawi zu Fuß weiter gehen. Nachdem wir unsere restlichen tansanischen Schilling erfolgreich in malawische Kwacha umtauschten, fuhren wir in das kleine Örtchen Chitimba. Dort wohnten wir bei einer netten Familie direkt am Strand vom Malawisee. Wir nahmen unsere Matratze nach draußen und schliefen die folgenden 3 Nächte unter einem leuchtenden Sternenhimmel. Der glasklare See lud zu jeder Tageszeit zum Schwimmen ein und bot somit eine willkommene Abkühlung zur heißen Afrikahitze an Land.

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Ein einfacher Abendspaziergang am Strand entwickelte sich schnell zu einer Gruppenaktivität, da uns oft bis zu 40 Kinder eskortierten. Das Highlight eines jeden Kindes bestand darin, uns an die Hand nehmen zu können und so weit wie möglich mit uns mit zu laufen. An unserer Unterkunft angekommen, verabschiedeten sich alle mit einem breiten Grinsen und liefen am Strand entlang zurück.

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Da uns der Trip zum Ngozi Krater so gut gefallen hat, entschieden wir uns dazu, den Tagesausflug in die 18 km entfernte Bergstadt Livingstone zu Fuß anzugehen. Und weil wir schon 3 Tage zuvor dachten „schlimmer geht’s nicht mehr“, wurden wir an diesem Morgen eines Besseren belehrt. Wir gingen die riesige Bergkette nicht in serpentinenartigen Wegen hinauf, sondern schnurstracks geradeaus. Die knallende Sonne im Rücken kletterten wir die felsigen Hänge hoch und dankten Gott, als wir nach 3 Stunden endlich das Plateau erreichten. Von da aus waren es „nur“ noch 7 km bis zur Stadt. Wir machten auf dem Weg Halt an einem kleinen Wasserfall, der 130 Meter in die Tiefe stürzt. Livingstone liegt am Rande des Berges und bietet eine unglaubliche Sicht über das Tal und den See. Trotz des höllischen Anstiegs (und dem nicht viel angenehmeren Abstieg) haben wir den Tag sehr genossen.

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Auf dem Weg zur nächsten Küstenstadt Nkhata Bay, machten wir eine Nacht Stop in Mzuzu, der größten Stadt im Norden. Hier hatten wir für einen Tag ein Haustier, da uns ein Hund nicht mehr von den Fersen wich, uns durch die ganze Stadt begleitete und sogar vor den Geschäften auf uns wartete 😉 In Nkhata Bay fanden wir eine nette Unterkunft, die in einer kleinen Bucht lag und über einen eigenen Strand verfügte. Hier verbrachten wir 2 relaxte Tage und überbrückten die Zeit, bis wir mit der Fähre weiter nach Likoma-Island reisen konnten.

Zentral-Malawi: Likoma-Island

Mit der Ilala, dem derzeit einzigen Schiff, das zwischen Likoma und dem Festland verkehrt, fuhren wir quer über den See. Hierbei hieß es 6 Stunden lang auf dem Boden ausharren zwischen Hunderten von Menschen und Tausenden von Maissäcken. Zum Ausstieg wurde eine kleine Klappe an der Seite des Schiffes geöffnet, durch die sich alle Passagiere gleichzeitig versuchten in die Fischerboote zu stürzen, die einen ans Ufer brachten. Als ob das Herumgeschubse und –gequetsche nicht genug gewesen wäre, galt der Ausgang zeitgleich auch als Eingang für die neuen Passagiere – Stress vorprogrammiert!

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Endlich auf der Insel angekommen, durften wir den Weg zu unserer Unterkunft dank der fehlenden Verkehrsmittel über die hügelige Landschaft zu Fuß bewältigen. Mit unseren Backpacks auf dem Rücken liefen wir über eine Stunde durch die brühende Hitze. An unserem Ziel angekommen, fühlten wir uns wie in einem kleinen Paradies. Für die nächste Woche lebten wir in der Nähe von Ulisa, einem kleinen Fischerdorf, an der Westküste Likoma‘s. Täglich zur Abenddämmerung machen sich die Fischer bereit, um mit ihren kleinen Booten auf See zu fahren. In der Dunkelheit sieht man nur ihre Lichter auf dem Wasser leuchten, mit dem sie die Fische anlocken. Tagsüber wird am Strand der nächtliche Fang zum Trocknen ausgelegt, Frauen waschen ihre Wäsche, Kinder spielen im Wasser und die Tiere löschen ihren Durst.

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Außerhalb unserer Lodge waren wir nie lange alleine. Kinder begleiteten uns auf Erkundungstouren über die Insel und die hilfsbereiten und überaus freundlichen Locals waren jederzeit zu einem Schwätzchen aufgelegt. Likoma ließ uns erahnen, wie das Leben vor 100 Jahren ausgesehen haben könnte. Wasser wurde aus den Brunnen gepumpt, die fahrenden Autos konnten an einer Hand abgezählt werden und die einzigen Einkaufsmöglichkeiten bot der Markt an der Ostküste. Auf der wundervollen Insel mit ihren tollen Buchten und gesäumt von Baobabs und Mangobäumen, konnten wir für eine Woche dem Reisestress entkommen und in Ruhe entspannen.

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