Stockholm – unfassbar schön, unfassbar vielseitig

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Mit Schweden verbinden viele Ikea, Kälte, Elche, weite Landschaft, minimalistisches Design, Zimtschnecken, Köttbullar und viel Fisch, hübsche Menschen und die Trends von morgen.

Städtetrips eignen sich wunderbar zum Kurzurlaub. Eine Stadt, die lange unterschätzt und mittlerweile einen Hype genießt, ist ganz klar: Stockholm…

… Ich habe immer gedacht, die schönsten Menschen leben in Sevilla. Ein Irrtum. Die schönsten Menschen leben in der schwedischen Hauptstadt. Und die freundlichsten und gelassensten. Einen Teil tragen bestimmt die Farben der Häuser bei. Diese Stadt ist so bunt, dass selbst die Regenbogenflagge kaum auffällt! (Ich war vor der Gay Pride da und es wird schon Tage vorher gefeiert. Hier kann selbst Köln noch was „lernen“.)

Die schönen Menschen wissen sich auch zu kleiden. Unsere Trends kommen direkt von den Straßen Stockholms und es würde mich nicht wundern, wenn die Herren zu ihren Hipsterbärten auch bei uns bald lange Haare und Pferdeschwanz tragen. Gepflegt, versteht sich. So gepflegt, dass ich schon fast neidisch auf die Herren war, die ihren Dutt perfekt knoteten, während meiner stets einen leichten Rechtsdrang hat.

Aus den Bäckereien weht eine Geruchsmischung aus Zimt und Kardamom. Für mich galt Fika durchgehend und ein oder zwei Zimtschnecken am Tag mussten sein. Da ich aber so gut wie nie Bus oder Bahn genommen habe und Kilometer zu Fuß gelaufen bin, trainierte ich jede Kanelbulle sofort wieder ab. Mein bewehrter Vorsatz: „Eine Stadt lernt man am besten zu Fuß kennen.“

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Links: Zimtschnecke von Fabrique. Rechts: Zimtschnecke von Frau Larsson.
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Zimt, Zimt, Zimt,…

Den bunten Kern bilden die Häuser um Gamla Stan. Es lohnt sich, früh aufzustehen und dem Touristenandrang ab dem Mittag zu entkommen. Vom Königspalast entlang ziehen sich etliche kleine Gassen und Straßen. Ich habe es sogar geschafft, mich ein wenig zu verlaufen. Die Schuld gebe ich der Unterzuckerung, denn ich hatte noch nicht gefrühstückt, was ich in der „Fabrique“ nachgeholt habe. Kaffee, Kanelbulle und Joghurt mit Rhabarber. Die Bäckerei führt einige Standorte in Stockholm und ist eigentlich wegen des guten Brots bekannt. Mir hat die Zimt-Kardamom-Schnecke geschmeckt, frisch aus dem Ofen und nicht zu süß für den Morgen. Der Kaffee war ganz ok, den habe ich aber besser in Sofo bekommen.

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Gamla Stan – der bunte Stadtkern von Stockholm
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In den kleinen Gassen kann man sich schnell verlaufen…

Sofo bilden ein paar Straßen im Teil Södermalm. Die Anlehnung an SoHo ist kein Zufall und hippe Cafés und Pop-Up-Läden reihen sich neben Wohnhäuser. Dort fand ich das Café Garbos. Hier erinnerte mich der Cappuccino an den von der Coffee Gang aus Köln. Die beste Zimtschnecke aber bekam ich in Norrmalm als ich ins Café Pascal wollte. Ich folge dem Café auf Instagram, bin durch Regen gelaufen, um vor verschlossenen Türen zu stehen. Urlaub! Aber doch bitte nicht in meinem Urlaub! Genau gegenüber sah ich allerdings ein paar Menschen aus einer Bäckerei kommen. Die Kanebulle sah so wahnsinnig fluffig aus und ich nahm mir eine mit für unterwegs. Ich wollte sie später essen, was mir nicht gelang, denn sie roch nicht nur frisch, sondern fühlte sich auch so warm in der Tüte an. Wenn es eine perfekte Zimtschnecke gibt, dann diese. Karamellisiert, buttrig und zimtig – der Geschmack war unglaublich.

Einen sonnigen Tag habe ich im Djugården verbracht. Wenn man den kleinen Vergnügungspark und den Tierpark hinter sich lässt, erreicht man Idylle mitten in Stockholm. Um eine Reihe Gewächshäuser sind Beete mit Gemüse und Obst angelegt. Auf Wiesen lassen sich unter Apfel- und Kirschbäumen Stunden verbringen. Das haben sich auch viele Stockholmer gedacht und verbrachten ihren Nachmittag mit einem Picknick. In einem Gewächshaus gab es ein Café, wo auch Smorebrod gegessen werden konnte. Mir reichte ein Kaffee und der Blick auf die Apfelbäume.

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In der Foodhalle gibt es gutes Smørrebrød

Auf dem Weg zum Hostel bin ich übrigens in einer Foodhalle gelandet – und das war nicht geplant! Die Östermalms Saluhall bot alles für das schwedische Herz. Smørrebrød, Köttbullar, frischer Fisch, Kaffee, Tee und Zimtgebäck. Weil es nicht geplant war, hatte ich kurz vorher auch schon etwas gegessen, sodass ich wirklich keinen Hunger hatte. Das Smørrebrød sah aber köstlich aus!

Es hatte ein bisschen zu viel geregnet. Das habe ich genutzt, um ins Fotografiska und Moderna Museet zu gehen. Beide Museen haben mich sehr fasziniert. Im Fotografiska gab es eine Ausstellung der Künstler Inez und Vinoodh, die Fotos und Videos von/für Stars und Luxus-Labels machen. Im Moderna Museet habe ich unter anderem Werke von Künstlern wie Picasso, Warhol und Rauschenberg gesehen. Ich könnte Stunden vor einigen dieser Kunstwerke sitzen. „Zum Glück“ hatte es geregnet.

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„Wir können die Freiheit nicht vorspielen“
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Das „Moderna Museum“ lohnt sich!

Von Stockholm kann eine Schwedenreise schnell ausgeweitet werden. Mit dem Zug dauert es nur 4 Stunden und schon ist man in Malmö.

Als Hostel kann ich das City Backpackers Hostel empfehlen. Die Menschen waren super nett und gut drauf, das Frühstück war mit Waffeln, Obst, Sandwiches und Zimtschnecken sehr lecker. Das Hostel war sauber, die Mitarbeiter unglaublich nett (wie alle Schweden) und die Lage optimal, um zu Fuß vieles zu erreichen.

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Die Idylle von Djugården
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Typisches Schweden-Bild
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Die andere Seite von Stockholm
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Djugården lohnt sich nicht nur bei gutem Wetter.

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