Süd-Ost-Asien: Krankheiten, Impfungen und sonstiges Wissenswertes

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Dieses Jahr war es endlich so weit. Ein lang ersehnter Traum wurde war: Endlich mal backpacken in Süd-Ost-Asien. Scharfes Essen, tropisches Klima, Sonne ohne Ende und alles zu sehr günstigen Preisen. Auf all das und noch viel mehr freute ich mich.

Süd-Ost-Asien ist für Europäer jedoch hygienisch wie auch Gesundheitstechnisch eine Herausforderung. Mit diesem Beitrag will ich zunächst ein paar wertvolle Tipps zur Vorbereitung geben, bevor ich über meine Erfahrungen schreibe.

Impfberatung

Diese bekommt ihr entweder beim Hausarzt eures Vertrauens oder beim Tropeninstitut für jeweils einen kleinen Eigenbeitrag, der zum Teil von den Krankenkassen erstattet wird. Man wird euch über notwendige sowie nicht notwendige aber ratsame Impfungen wie z.B. Hepatitis A, Tollwut, Japanische Enzephalitis, Meningokokken, Typhus, Cholera, etc aufklären. Da man einige dieser Impfungen mehrmals in gewissen Mindest-Abständen machen muss, solltet ihr ca. 2 Monate vor Reisebeginn das erste Gespräch führen. Da abhängig vom Reiseziel unterschiedliche Impfungen notwendig sein können und man nicht pauschal sagen kann, welche Impfungen ihr braucht, möchte ich hier nicht zu viel schreiben, da ein Besuch bei einem fachkundigen Arzt absolut notwendig ist. Die Recherche im Internet kann diesen Besuch nicht ersetzen.

Malaria und Malaria-Medizin

Auch über Malaria, gegen die man sich nicht impfen lassen kann, wird man euch informieren. Es gibt verschiedene Medikament zur Prophylaxe und Stand-By-Behandlung (Zur vorübergehenden Behandlung der Krankheit, wenn man nicht direkt nach Ausbruch in ein Krankenhaus kann). Wenn ihr in Gebiete mit einem geringen Malaria-Risiko reist, empfehle ich euch ein Päckchen der Malaria-Medizin (Ich hatte Malarone, bzw. ein Generika mit dem Namen „Atovaquon / Proguanilhydrochlorid 250 mg / 100 mg“ aus dem Hause Glenmark) als Stand-By-Medizin, aber nehmt es nicht vorbeugend. Es ist zum Einen recht teuer und hat zum Anderen sehr viele und teilweise heftige Nebenwirkungen (z.B. Depressionen, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Angstgefühle, Haarverlust, Panikanfälle usw.) die z.T. häufig (1 von 100 Behandelten) bis sehr häufig (1 von 10 Behandelten) auftreten können. Außerdem darf man bei Einnahme des Medikaments nicht tauchen gehen. Die beste Lösung stellt aber der vorbeugende Schutz dar, über den ich im folgenden Kapitel was erzähle.

Ausreichender Schutz vor Mückenstichen

Die asiatischen Mücken sind sehr aggressiv und sehr hinterhältig. Außerdem sind einige von Ihnen tagesaktiv, nicht wie die europäischen Mücken, die hauptsächlich abends aktiv werden. Um das Infektionsrisiko für gefährliche Krankheiten zu minimieren hat man mir zwei Dinge empfohlen: Helle Kleidung und Mückensprays. Ersteres hat bei mir nichts geholfen, das Mückenspray allerdings schon. Wichtig ist dabei, dass ihr ein Spray verwendet, das auch gegen tropische Mücken hilft. Autan ist nicht für tropische Mückenarten geeignet! Auch nicht die Plörre auf der „Tropical“ drauf steht. Um einen effektiven Schutz aufzubauen wird ein Mückenspray wie „Nobite Hautspray“ sowie „Nobite Spray für Kleidung“ empfohlen, das den Wirkstoff DEET und davon mindestens 40% enthält (Nobite enthält sogar 50%). Nobite gibt es für die Haut und für die Kleidung. Ich habe beides benutzt und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Man sollte hier nicht geizig sein.

Klimaanlage statt Ventilator

Ich war in Thailand und in Indonesien unterwegs. In keiner Unterkunft, in der ich gewohnt habe, gab es Mückennetze oder eine entsprechende Vorrichtung selbige aufzuhängen (Dennoch rate ich dazu eins mitzunehmen). Ihr solltet deshalb darauf achten, dass ihr eine Klimaanlage im Zimmer habt, nicht nur um eine angenehme Temperatur zu erzeugen, sondern auch um euch vor Mücken zu schützen. Mücken gehen in der Regel nicht in Räume in denen die Luft kälter ist als ihre derzeitige Umgebungsluft.

Elektrolyte einpacken

Im Falle von „Magenproblemen“ ist es ratsam dem Körper wichtige Stoffe zurückzugeben, die er durch übermäßige Ausscheidungen verloren hat. Hierzu empfiehlt es sich, isotonische Getränkemischungen mitzunehmen, welche sog. Elektrolyte beinhalten. Ich hatte ein Paket Elotrans dabei, welches 20 Portionen enthält. Diese bekommt ihr in Drogeriemärkten, Supermärkten, bei Amazon oder zur Not in Apotheken.

Vorsicht vor Leitungswasser und Eiswürfeln

Das Leitungswasser in Süd-Ost-Asien ist in der Regel kein Trinkwasser. Ihr solltet es auf keinen Fall trinken. Ich war diesbezüglich übervorsichtig und habe das Leitungswasser nicht einmal zum Zähneputzen verwendet. Da ich Kontaktlinsenträger bin habe ich mir vor dem Kontakt mit den Augen auch immer die Hände mit gekauftem Wasser aus Flaschen gewaschen. Keine Ahnung ob ich paranoid bin, aber lieber so als am Ende mit einer fiesen Krankheit dazustehen.

Das Selbe gilt übrigens auch für Eiswürfel, oder für Cocktails, die crushed Ice enthalten. Die „guten“ Bars kaufen ihre Eiswürfel ein. Viele andere allerdings nicht, die produzieren sie selbst aus Leitungswasser. Ob ihr in einer guten oder schlechten Bar wart, wisst ihr spätestens ein paar Stunden nach dem Cocktail 😉

So, das soll es erstmal gewesen sein. Fragen oder ergänzende Anmerkungen könnt ihr gerne hier in die Kommentare oder in einer eigenen Story posten.

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