Victoria Falls und Bulawayo

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Victoria Falls 

Der Sambesi ist nicht nur für das atemberaubende Naturschauspiel bei den Viktoriafällen verantwortlich, sondern bildet gleichzeitig auch die Grenze zwischen den Staaten Sambia und Simbabwe. Um uns die Fälle also von der anderen Seite anschauen zu können, mussten wir aus Sambia aus- und nach Simbabwe einreisen. Die Stadt Victoria Falls direkt hinter der Grenze wurde vor knapp 100 Jahren aus touristischen Gründen erbaut. Seitdem wächst sie jedes Jahr um ein Hotel mehr an. Wir glaubten unseren Augen kaum, als wir mit unseren Backpacks auf dem Rücken verschwitzt über die breiten, asphaltierten Straßen liefen und die grünen, mit Rasensprenklern besetzten Vorgärten bestaunten. Waren wir immer noch in Afrika?

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Wir machten uns auf die schwierige Suche nach einer günstigen Bleibe und fanden ein süßes, kleines Backpackers außerhalb des Stadtkerns. Die gemütlichen Hängematten unter’m Mangobaum überzeugten uns einige Tage zu bleiben und zu entspannen. Beim Spaziergang durch die Stadt begegneten wir am späten Nachmittag nicht selten 1 Meter hohen Affen und ausgewachsenen Warzenschweinen, die die Straßen nach Essen absuchten. Abends wurde uns geraten die abgelegenen und unbewohnten Gegenden zu meiden, da sich unsere Wege zu dieser Tageszeit mit Elefanten kreuzen könnten. Während unseres Aufenthalts in Victoria Falls besuchten wir eine Krokodilfarm. Dort werden auf einem riesigen Areal an die 35.000 Krokodile herangezüchtet, um später deren Fleisch sowie deren Haut weiterverarbeiten zu können. Auf dem Rückweg kamen wir an einer Horde Geiern vorbei, die sich über die letzten Reste einer „Mahlzeit“ hermachten. Wir waren beeindruckt von ihrer Größe und Kraft, mit der sie das Fleisch auseinander nahmen. Zurückgelassen wurden nur abgenagte Knochen. Die Spannweite ihrer Flügel war riesig und als sie so am Himmel über uns kreisten, erinnerten sie uns an die Flugsaurier aus Hollywood Filmen.

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So fesselnd die Viktoriafälle auf der sambischen Seite auf uns gewirkt haben, desto bewusster wurde uns ihre Schönheit erst auf der simbabwischen Seite. Von hier hatten wir eine frontale Sicht auf die Fälle und konnten sie in ihrer ganzen Weite bewundern.

Bulawayo 

Das einst in der Kolonialzeit erbaute Schienennetz im Land ist immer noch in Takt und verbindet die größten Städte miteinander. Da die Buspreise in Zimbabwe den deutschen sehr ähnlich sind und wir beide gerne einmal eine Nachtfahrt in einer Dampflok erleben wollten, entschieden wir uns von Victoria Falls in die etwa 500 km entfernte Stadt Bulawayo mit dem Zug zu fahren. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 50 km/h, weshalb die Fahrt 16 Stunden dauerte. Wir ließen es uns in unserer 2-er Schlafkabine gut gehen und konnten den Prunk erahnen, den diese 1. Klasse Kabine in der Kolonialzeit bot. Seitdem wurde an dem Zug nicht mehr viel verändert.

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Bulawayo ist eine Stadt, die kaum sehenswerte Plätze bietet. Wir verbrachten dort eine Nacht, um am folgenden Tag den Langstreckenbus nach Johannesburg zu nehmen. Unseren ersten Weiterflug aus Afrika hinaus hatten wir am Vortag gebucht und so war uns bewusst, dass der Abend in Bulawayo der Vorletzte in Afrika sein würde. Der Verzicht in den letzten 2 Monaten auf Pizza, Käse und so ziemlich alles andere westliche Essen fiel uns wirklich schwer. Aufgrund der großen Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten entschieden wir uns in Bulawayo mal so richtig auf den Tisch zu hauen und uns eine Maxi-Pizza zu gönnen 😉 Der Plan war einen Teil der Pizza als Abendessen übrig zu lassen; allerdings verloren wir die Beherrschung und putzten den ganzen Karton leer…

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